Berater für kriminaltechnische Untersuchungen FIC
Berater für kriminaltechnische Untersuchungen
GERICHTLICHE SACHVERSTÄNDIGE
FORENSISCHE ANALYSTEN
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Was untersucht wird ^
Die ballistische Pathoanatomie befasst sich mit dem Nachweis histopathologischer Gewebeveränderungen infolge ballistischer Einwirkung. Zur Bestimmung der Schussrichtung und der Morphologie des Schusskanals werden vier allgemein anerkannte Kriterien berücksichtigt: (a) die von den Geschossen auf das Gewebe übertragene mechanische und thermische Energie; (b) die festgestellten Läsionen, die üblicherweise als permanente und temporäre Wundhöhle bezeichnet werden; (c) die Morphologie und Geometrie der Geschosse; und (d) die bei der mikroskopischen histopathologischen Untersuchung entlang und im Umfeld des Schusskanals festgestellten Läsionen und Veränderungen.
Die Untersuchung der Gewebeschäden, die im menschlichen Körper entstehen, wenn dieser von Geschossen aus Schusswaffen getroffen wird, erfolgt üblicherweise durch eine makroskopische rechtsmedizinische Untersuchung im Rahmen der Leichenschau und Obduktion. Auf der Grundlage der vier oben genannten Kriterien kann die Beurteilung auch mikroskopisch durch histopathologische Untersuchung der entnommenen Proben erfolgen; dies stellt eine In-situ-Bestätigung dar und führt zu einem wissenschaftlich fundierteren und genaueren Ergebnis.
Repräsentative histopathologische Befunde ^

Einschusswunde. Verlust der normalen Gewebeorientierung und -polarität, mit Herden thermischer Gewebeschädigung. H&E, ×40.

Spaltbildungen im Neuropil am Übergang zwischen der weißen und der grauen Hirnsubstanz, im Umfeld des Schusskanals. H&E, ×10.
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